Eingezogen

Samstag sind wir eingezogen. Es ist schon etwas anderes in einem Haus zu wohnen in dem der Strom von 14 Uhr bis 22.30 Uhr weg ist als im Hotel mit Generator. Nachdem wir uns mit Taschen und Solarlampen versorgt haben, wagten wir die erste Nacht. Bei Tag besehen, hat dieses Haus so einige Macken.
Das Poolwasser z.B. muss auf alle Fälle erneuert werden. Ich habe den Verdacht, es wurde noch nie ausgewechselt. So gehe ich jedenfalls nicht hinein.
Sonntags haben wir der Vermieterin gesagt, dass sie uns einen Poolfachmann schicken soll. Heute, Montag, kam er schon vorbei. Bin mal gespannt wann die Arbeit beginnt. Bis jetzt hat er sich nur mit Mr. Sulu unterhalten. Ebenso kam auch gleich heute der Elektriker. Alle Steckdosen in der Küche gehen nicht und die Spühlmaschine auch nicht. Leider ist auch da nicht viel passiert, weil wir nämlich seit heute Morgen um 7 Uhr schon wieder keinen Strom hatten. Laut meiner Mikka kommt er auch vor 14 Uhr nicht wieder. Dann trink ich meinen Frühstückstee eben um 14 Uhr. Auch der Installateur war da.
Aus der Dusche beim Schlafzimmer tropft nur warmes Wasser. Kalt könnte man schon duschen aber Nachts ist es hier auch leicht kühl und so ist eine warme Dusche schon sehr angenehm. Wir haben ja noch eine in einem kleinen sehr abgewohnten Gästebad. Dort geht alles. Mal sehen, was noch so alles kommt.

Bis dann.

Angekommen

Hallo an alle, die Interesse an meinen Erzählungen haben. Wir sind angekommen. Noch wohnen wir im Hotel. Es ist sehr hübsch, mit einem netten Teich in der Mitte. Darin tummeln sich kleine Krokodile.
Krokodil

Das Zimmer ist sehr klein und müffelt nach Feuchtigkeit und Insektenspray.
Noch diese Woche Samstag werden wir in ein Haus ziehen, das wir glücklicherweise schon am zweiten Tag in Sambia gefunden haben. Mutandwa Road 80 b. Distrikt Roma. Achtung dies ist keine Postadresse. Die kommt noch, wenn sie beantragt ist, ich schreib das nur für Christian und andere Google Maps-Sucher. Es ist ziemlich groß, hat einen wunderschönen Garten mit vielen Bäumen. Unter anderem Bananen, Mango, Guave und Afrikaorange. Ein Gemüsebeet gibt es auch und nicht zu vergessen einen Pool.

garten
Die für mich größte Herausforderung, die ich zur Zeit sehe, sind der Gärtner Mr.Sulu und seine Frau Mikka, die mein Hausmädchen sein möchte.
Beide sprechen kaum Englisch, nur ihren Landesdialekt Nyjanga.
Da sie aber seit fünf Jahren mit ihrer 12 Jährigen Tochter auf unserem Grundstück im Gärtnerhaus wohnen, hoffen sie natürlich auf eine neue
Anstellung bei uns. Mr. Sulu kann glaube ich nur böse schauen und seine Augen sind gelb und rot unterlaufen. Dafür macht er einen guten Gärtnerjob wie man sieht. Mikka lächelt zwar, kommt aber sehr unterwürfig und somit unecht rüber. Na ja, beide bekommen natürlich die Chance sich zu bewähren. Ich muss nun lernen die große Arbeitgeberin und Misses zu sein. Ehrlich, so schön das alles auch klingt, richtig Freude macht mir das nicht. Zumal ich viele Stunden alleine im Haus bin.
Von Leos Arbeit aus wird uns ein 24 Stunden Sicherheitsdienst auferlegt, was nicht schlimm ist, weil die Firma diesen auch bezahlt. Das bedeutet ,
jederzeit sitzt ein Mann am Gartentor und hat nichts anderes zu tun, als uns das Tor zu öffnen, wann immer wir rein oder raus wollen. Das macht man bei großen Grundstücken so, damit eventuell rumlungernde Jungs wissen, dieses Haus ist jederzeit bewohnt.
Heute ist Freitag und am Abend fahren wir zu Leos Chefin, die uns einen Gard für die Nacht vorstellt.
Wir haben beschlossen, eine private Suche nach Personal zu starten, da dann die Angestellten nichts an Organisationen abgegen müssen und uns ist es nicht wichtig, dass die Jungs Uniform tragen.

Bis bald