Urlaub in Botswana

31.März 2016

Ich bedanke mich bei allen Lesern für die netten Kommentare und freue mich, dass immer mehr diesen Blog lesen wollen.
Der Pool ist fertig!
Der Boiler noch nicht.

Was solls, wir sind über Ostern nach Livingstone gefahren. Die Anreise ist sehr anstrengend. Die Straßen aber relativ gut. Trotzdem braucht man 6-7 Stunden.

Benzin war über Ostern nirgends zu bekommen. Gut dass wir vorgewarnt waren und voll getankt hatten. Einen grünen Reservetank für 20 Liter besitzen wir nun auch. Aufregend wurde es nur zur Rückfahrt. Da haben wir Gott sei Dank eine Tankstelle gefunden, die gerade beliefert wurde. Man musste halt in der Afrikasonne drei Stunden warten, dann konnten wir wieder voll tanken.

Zufällig haben wir einen Umzug aus allen Provinzen gesehen.

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Livingstone ist eine Stadt in Sambia, die bekannt für seine Wasserfälle ist. Die Victoria Falls.

Wieder zufällig waren wir bei Vollmond da und dann kann man den Lunar Rainbow sehen. Ein Regenbogen ohne Farben. Wir sind zwischen 20 Uhr und 21 Uhr dort gewesen. Es war stockdunkel und man steht mitten im Wald. Man kann nur die Zentimeter vor den Füßen sehen, die man mit der Taschenlampe anleuchtet. Da Sambia nicht sehr touristisch ist, waren wir zwei da ganz alleine. War sehr romantisch, aber auch unheimlich gruselig. Die Frösche, die nachts herumhüpfen könnten ja auch giftig sein. Ganz abgesehen von anderem Getier, das sich aber nicht gezeigt hat. Von diesem Mondbogen gibt es leider keine Bilder, da es viel zu dunkel war.

Am nächsten Morgen buchten wir eine Wasser- und Landsafari in Botswana. Nach ca. einer Stunde Busfahrt, ist man dort. Dann sind wir auf kleine Safariautos umgestiegen und in ein riesiges Naturschutzgebiet gefahren worden. In diesem Park gibt es die größte Elefantenpopulation.

Ich war sehr überrascht, wie nahe man den Tieren kommt. Die Autos fahren nur am Fluss einen oder zwei Kilometer auf und ab. Die Tiere hätten also genug Rückzugsmöglichkeiten. Noch dazu, da ja gerade Regenzeit ist und es im Busch auch Wasserlöcher gibt. Aber für uns war es natürlich herrlich, dass so viele ungestört von den Autos am Ufer grasten.

Endlich ist nun auch der Container angekommen. Das war auch spannend. Das Ausladen lief etwas anders als das Einladen. Aber es geht auch so.

Ein zweites Auto haben wir auch gekauft. Nun bin ich auch mobil.

Gleich heute war ich bei meiner Englischlehrerin. Sie ist Sambianerin und unterrichtet in einer Mädchenschule. Dort wohnt sie auch. Der Unterricht findet bei ihr zu Hause statt. In einem winzigen Haus mit einem winzigem Zimmer auf einem noch winzigerem Tisch, der wackelt wie ein Kuhschwanz.
Dieses Mal waren es viele Bilder. So schöne Ausflüge gibt es halt nicht oft.
Bis bald

Die ersten Bekanntschaften

Montag 21. März

Im Haus gibt es immer wieder Überraschungen in baulicher Hinsicht. Z.B. platzt nachts der Warmwasser-Boiler. Gott sei Dank hängt der draussen am Haus. Heisses Wasser kommt in Fontänen herausgespritzt. Die Abflusssiebe in der Küche sind total durchgerostet usw. Übrigens der Filter fürs Pool kam nach vielen Anfragen gestern. Leider fehlt immer noch was, um ihn auch zum Laufen zu bringen. Die ganze Woche habe ich auf Handwerker gewartet oder saß zu Hause, weil welche da waren. Man darf die hier auf keinen Fall alleine lassen. Es sind bei anderen schon die kuriosesten Dinge weggekommen. Diese Menschen können alles brauchen. Witzig aber ist, dass manche Firmen nicht mal ihr Werkzeug dabei haben. Dann müssten sie wieder weg, um es zu holen. Gut dass wir schon Leiter, Schraubenzieher, Taschenlampe und sowas daheim haben. Sonst wäre alles noch viel langsamer gegangen.

Mittwoch Abends gehe ich jetzt immer zum Ladys Stammtisch. Letztens waren da 4 Deutsche, eine Österreicherin, eine Afghanin und eine Belgierin. Das tut gut, ich komm raus und man bekommt viele Infos und Ratschläge.

So war ich schon bei einigen Grillpartys oder Kaffeekränzchen. Mit den richtigen Kontakten erfährt man auch, wo man Deutsches Brot und sogar Brezen kaufen kann.

Brezn

… oder lieber frisches Huhn?

Am Palmsonntag waren wir in der Kirche bei uns in Roma. So kann man Gottesdienste aushalten.

Ein Auto habe ich auch gefunden.

Überhaupt bin ich stolz auf mich, was ich in der Woche, in der Leo auf einem Workshop in Siavonga am Kariba Staudamm war, alles geschaft habe. Für mich ist ja ein erstes Telefonat auf englisch schon eine Herausforderung. Ich war sogar beim Autohändler. Dazu musste ich erst mal Freunde mit Auto kontaktieren, um dort hin zu kommen. Es ist so einiges nicht so einfach und anderes wiederum geht ganz locker.

Diese komischen Früchte kommen aus Siavonga. Man schlägt die harte Schale auf den Boden. Dann kocht man das weiße Innere mit Fasern und Kernen in Milch. Absieben, zuckern und trinken. Der Installateur hat uns das erklärt. Der kommt aus der Gegend, in der die wachsen. Er war so begeistert, dass er sogar den abgesiebten Abfall gegessen hat. Das gibt Kraft, um mit einem Löwen zu kämpfen, sagt er. Schmeckt wie Joghurt Trunk ohne Geschmacksrichtung. Hat wohl viele Kohlenhydrate und darauf sind alle in Sambia scharf. Die Menschen hier müssen sehen wie sie satt werden.

Böse Zungen behaupten, wer in Sambia verhungert, muss sich dumm anstellen. Stimmt ein bisschen, denn alles wächst hier so schnell, man kann zusehen. Diese Tomaten waren beim Einzug vor vier Wochen 10cm kleine Pflänzchen.
Aber es wachsen halt keine oder kaum Kohlenhydrate.

Ostern sind wir in Livingstone bei den Victoria Falls.

Bis dann

Wir tauchen immer tiefer in die Stadt ein

Mittwoch 9.3.
Das Pool ist mittlerweile gefüllt! Jetzt fehlt hierfür nur noch der neue Filter und die richtigen Chemikalien.
Die Handwerker sind immer noch nicht fertig. Ist vielleicht ganz gut, wenn sie uns dauernd versetzen, denn es kommen immer mehr Sachen dazu. Jetzt ist das Waschbecken undicht und die Toiletten auch.

Endlich haben wir einen Laden gefunden in dem Möbel zwar immer noch teuer sind, der aber keine 3000 Euro für eine Couchgarnitur verlangt.

couch

Dazu muss man sich in die einheimischen Straßen und Viertel wagen. Man kann es ein bisschen mit Chinatown in Bangkok vergleichen, nur alles zwischen chaotischem Straßenverkehr.

Die Straßenhändler starren uns wie Außerirdische an. Aber man bekommt hier fast alles.

An der Produktpräsentation könnten sie noch arbeiten.

Natürlich zahlen wir hier auch den Weissen Aufschlag. Aber die Jungs bemühen sich sehr. Als ich z.B. eine CD mit original Sambischer Musik suchte, helfen alle zusammen und irgendwo aus Hinterhöfen treiben sie eine schlechte Raubkopie auf. Ich zahlte dann 10 Kwacha, ca 80ct, wir sind uns sicher, dass die normalerweise 1 Kwacha kostet. Aber manchmal will man gar nicht mehr handeln.

Vor 3 Tagen ist die Mutter meines Hausmädchens gestorben. Wir haben Micah (so heißt sie) und ihren Mann Mr. Zulu (unser Gärtner) zu ihr gefahren. Da staunt man nicht schlecht, wie Menschen ca. 8 km von unserer Gegend entfernt leben oder besser überleben. Wenn ich mich nicht so geschämt hätte, hätte ich euch gerne Fotos gemacht.
Jedenfalls kamen sie zwei Tage nicht wieder. Ihre Tochter Bethar war, als die Nachricht vom Tode kam, noch in der Schule. Als sie nach Hause kam, (die Familie wohnt in einem kleinen Haus auf unserem Grundstück) hat unser Wächter ihr die Nachricht überbracht. Ihre einzige Reaktion war, dass sie Angst hat, alleine im Haus zu bleiben. Sie ahnte also dass die Eltern länger weg bleiben. Natürlich durfte sie in unserem Gästezimmer übernachten. Beide Male verschwand sie gegen 5 Uhr morgens leise wie eine Katze. Als wir aufstanden, war ihr Bett gemacht und wir hörten den ganzen Tag nichts mehr von ihr. Abends zur Dämmerung saß sie wieder auf der Terrasse. Von ihr weiß ich auch, dass Kinder unter 18 bei keiner Afrikanischen Beerdigung dabei sein dürfen. Ihr müsst euch vorstellen, sie hatte 3 Tage und zwei Nächte keinerlei Kontakt zu denn Eltern. Auch unser Handy hat sie abgelehnt. Wahrscheinlich wusste sie, dass ihr Vater sowieso nicht zu erreichen sein wird.
So lernen wir immer mehr von Afrikanischen Mentalitäten und Riten.

Bis bald

Die erste Safari

Dienstag 1.3.2016

Die Arbeiten am Haus dauern an. Geduld ist nicht meine Stärke, muss ich aber noch sehr gut lernen. Anstatt dass etwas vorwärts geht, kommen immer neue Mängel dazu. Das Problem ist, dass für jede Kleinigkeit ein Handwerker drei mal kommen muss. Wenn man viel Glück hat, geht es dann halbwegs. Das Pool ist immerhin schon leer.

Aus lauter Frust, hat Leo sich gestern frei genommen. Ihm stehen zwei Umzugstage zu. Wir sind nach Chaminoka gefahren. Das ist eine kleine Anlage von ca. 40.700  qm.

Die Fahrt dorthin war wegen starkem Regen am Morgen doppelt so aufregend wie im Sommer. Eigentlich ist das nicht weit ausserhalb von Lusaka. Wegen schlechter Straße und tiefen Wasserlöchern haben wir mit dem Dienstauto, das ständig kurz vorm aufsitzen war 1 1/2 Stunden gebraucht.

Schotterpiste

Dann aber hat es sich gelohnt. Da Montags kaum Gäste da sind, hatten wir ein Safariauto, einen Fahrer und einen Führer ganz für uns allein.

Die Landschaft ist momentan sehr grün.

Diese Kinder gehen grad zur Schule. Das Reservat hat alle großen Katzen hinter Zäunen, darum ist es auch möglich darin zu wohnen. Selbst Gäste können sich Loges mieten.

Nach der Regenzeit ist alles dürr und man sieht die Tiere besser.

Zebras haben sich zu gut versteckt auch nach einer Stunde suchen haben wir sie nicht gesehen. Vielleicht im Sommer.

Bis bald