Neue Infos

Freitag, 10.06.2016

Erstmal bedanke ich mich bei den drei Spendern für „Hilfe für Schulkinder“. Mit diesem Beitrag habe ich Simon seine Zeugnise holen lassen. Ich hoffe mit diesen Unterlagen findet er schneller einen guten Arbeitsplatz oder er kann vielleicht sogar studieren. Außerdem hat Bethar das Schulgeld für die 9. Klasse erhalten. Viele Mädchen gehen gar nicht so lange in die Schule, weil sie zu Hause arbeiten müssen oder heiraten. Sollten noch weitere Spenden eingehen, wird als nächster Keegan unterstützt. Die Unterlagen und Quittungen darüber habe ich den jeweiligen Spendern direkt übermittelt.

Bei DISA gibt es ein neues Projekt, in das ich Einblick nehmen durfte. Wir haben einer Gruppe jugendlicher Männer einen Generator spendiert, mit dem sie effektiver arbeiten können. Diese Jungs stellen aus Metall Dekorationen her, die sie verkaufen und mit dem Erlös in die Schule gehen können. Da sie weit außerhalb der Stadt in einem Heim wohnen, haben sie nur nachts Strom. Das hindert natürlich gewaltig am arbeiten.

Letztes Wochenende bin ich mit einer jungen deutschen Frau, die hier mit ihrem Mann eine Lodge aus Kirchengeldern betreibt, in einen Compound gefahren. Dort spielt sie jeden Samstag zwei Stunden mit den Kindern.

Zwischendurch gibt es Bibelunterricht in der Kirche.

Das ist die Kirche von außen. Die Mauer außen herum hat jemand aus der Gemeinde gespendet. Jetzt soll die Kirche vergrößert werden.

Das Geld für ein Dach ist wohl auch schon da. Ich freue mich für die Leute, denn es ist echt eng und stickig in der Kirche.

Das ist die Kirche von innen. Außen herum stehen ganz einfache Holzbänke. Der Sessel ist in einem Zustand, dass ich mich nicht darauf setzen möchte. Ich habe kein Ahnung, für wen er in der Kirche steht.

Es war sehr interessant. Diese Kinder verhalten sich ganz anders als die Kinder in deutschen Kindergärten. Es kamen ungefähr 40 Kinder aus den Hütten gelaufen. Zwischen zwei und schätzungsweise 13 Jahren. Einige hatten noch Säuglinge am Rücken.

Das ist echt verrückt. Hier tragen kleine Kinder ihre noch kleineren Geschwister auf dem Rücken spazieren. Das Köpfchen des Säuglings wackelt hin und her, aber die Babys sind überall in dieser Stadt sehr ruhig. Selten weint mal eines. Auch die kleinen Kinder in der Kirche oder in Konzerten oder in Restaurants sind alle ruhig. Ich habe noch kein nervendes Kind erlebt. Wenn, dann von Weißen. Aber zurück zu der Spielstunde. Wir haben aus Plastiktüten einen Ball geknotet. Dann spielten wir ein paar Wettspiele.

Zwei Gruppen gegeneinander. Wenn wir ein Kind ausscheiden lassen mussten, weil es verloren hat, lacht dieses Kind, geht ohne Widerrede aus dem Spielfeld und freut sich am Zuschauen.

Wir haben uns entschlossen ein neues Haus zu suchen. Es gibt mehrere Gründe dafür. Die alle aufzuzählen habe ich keine Lust. Die wichtigsten Gründe sind die Mücken. In Roma sind sehr viele Mücken weil durch Roma ein paar kleine Rinnsale laufen. Außerdem gibt es ein Sumpfgebiet in der Nähe. Unser Garten mit den vielen Bananen ist auch ideal für Mücken. Sie legen ihre Eier gerne in die feuchten Blattstände. Der zweite wichtige Grund sind Mäuse. Schlimmer jedoch sind Ratten. Letzte Woche war eine Ratte im Wohnzimmer. Ich hab fast einen Herzinfarkt bekommen. Wir haben sie in die Küche getrieben und dann hat Simon, der gerade Guardschicht hatte einen Holzprügel genommen und sie einfach auf dem Küchenboden erschlagen. Das sah aus, als ob er das jeden Tag macht. Leider hab ich kein Foto gemacht.
Kurz gesagt, es gibt bessere Häuser, mit dichteren Fenstern und Moskitonetzen an den Fenstern in besserer Lage.

Bis bald.