Spenden Kontonummer

20. März 2017

Nachdem mich einige Leute darauf aufmerksam gemacht haben, dass die Kontonummer nicht leicht zu finden ist, bekommt sie hiermit eine eigene Überschrift.

IBAN DE30 2004 1111 0180 8724 00

BIC COBADEHDXXX

Danke an alle Spender. Nochmal versichere ich, dass alle Gelder bei Bedürftigen ankommen. Manchmal wird es in größere Dinge investiert, wie Schulgeld oder Einrichtung und manchmal auch in kleine, wie z.B. die Schürzen für die Köchinnen. Manchmal, aber eher selten, auch in vergnügliche Dinge wie für alle eine Fanta oder für ein ferngesteuertes Auto.

Hier erzähle ich noch von einem waghalsigen Unterfangen, das aber nur von Leo, mir und unserer Tochter Lena privat finanziert wird:

Farai, der Erzieher im Heim, möchte für vier Buben, die jetzt volljährig sind, eine Zukunft aufbauen. Sie möchten eine Hühnerfarm gründen. Dafür brauchen sie ein zinsloses Darlehen. Seinem Business Plan nach zu schließen, könnte der nicht unerhebliche Betrag nach einem Jahr zurückbezahlt werden. Da wir die Idee geprüft und für gut befunden haben, werden wir persönlich das Risiko auf uns nehmen und mehrere Hundert Euro investieren. Wenn alles gut geht, was in Afrika nicht sicher ist, bekommen wir unser Geld wieder und vier junge Männer haben finanziell eine Zukunft. Ich halte euch auch über dieses Risikogeschäft auf dem Laufenden.

Bis bald

Meine Schwester war da

Sonntag 19.3.2017

Ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen. Das liegt daran, dass Ende Januar meine Schwester für drei Wochen bei uns zu Besuch war. Danach bin ich für drei Wochen mit ihr zurück nach Deutschland geflogen.

Im Februar war ich mit Brigitte natürlich in Livingstone. Während der Regenzeit gehört dieser Ausflug zum Pflichtprogramm. Herrliche Ausflüge, viel Wasser in den Falls und interessante Besuche auf Märkten.

Nach einem Jahr in Afrika, habe ich endlich den Mut aufgebracht, die typischen getrockneten Raupen zu probieren. Nach meinem Empfinden ist der Geschmack leicht fischig, ein bisschen modrig und sehr sehr trocken. Im Wasser einweichen und dann in der Pfanne rösten, werde ich mir sparen. Das wäre auch eine Art die Kapentas zu genießen.

Oder eine sehr gute Portion Krokodilrippchen.

Natürlich auch wieder einen Tagesausflug rüber nach Botswana in den Chobe Nationalpark.

Obwohl ich dort nun schon dreimal war, ist das immer wieder atemberaubend.

Wir haben im Mosi-Oa-Tunya Nationalpark, der ist in Sambia, sogar vier Nashörner gesehen.

Das traurige bei diesem seltenen Anblick ist, dass jedes Nashorn einen eigenen Guard mit Maschinengewehren hat. Diese Männer verfolgen die Tiere überall hin und bewachen sie Tag und Nacht. Die Angst vor Wilderern, die nur der Potenz wegen den Tieren ihr Horn abschneiden, ist leider berechtigt.

Die letzte Woche hat Brigitte meinen normalen Alltag miterlebt.

Z.B. im Kinderheim. Hier haben die Köchinnen gerade die lange gewünschte Arbeitstracht geschenkt bekommen. Auch der Hausmeister hat eine Uniform bekommen. Ich verstehe auch nicht, warum die Tracht so unglaublich hohen Stellenwert hat. Die zwei Frauen kochen auf dem Boden und tragen jedes Tröpfchen Wasser in Eimern in die sogenannte Küche. Aber ihr Wunsch, den sie sogar schriftlich verfasst haben war, wenn ich wieder Spenden übrig habe, wollen sie eine Arbeitstracht.

In Deutschland haben wir den 80. Geburtstag meines Vaters gefeiert. Das war ein schöner Anlass, wieder mal zurück zu fliegen.

In der Zwischenzeit hat Sambia den Afrikacup im Fußball gewonnen und damit die Qualifikation für den Worldcup. Alle sind ganz aus dem Häuschen. Fußball wird, wie in Deutschland, sehr wichtig genommen.

Bis bald