Meine Schwester war da

Sonntag 19.3.2017

Ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen. Das liegt daran, dass Ende Januar meine Schwester für drei Wochen bei uns zu Besuch war. Danach bin ich für drei Wochen mit ihr zurück nach Deutschland geflogen.

Im Februar war ich mit Brigitte natürlich in Livingstone. Während der Regenzeit gehört dieser Ausflug zum Pflichtprogramm. Herrliche Ausflüge, viel Wasser in den Falls und interessante Besuche auf Märkten.

Nach einem Jahr in Afrika, habe ich endlich den Mut aufgebracht, die typischen getrockneten Raupen zu probieren. Nach meinem Empfinden ist der Geschmack leicht fischig, ein bisschen modrig und sehr sehr trocken. Im Wasser einweichen und dann in der Pfanne rösten, werde ich mir sparen. Das wäre auch eine Art die Kapentas zu genießen.

Oder eine sehr gute Portion Krokodilrippchen.

Natürlich auch wieder einen Tagesausflug rüber nach Botswana in den Chobe Nationalpark.

Obwohl ich dort nun schon dreimal war, ist das immer wieder atemberaubend.

Wir haben im Mosi-Oa-Tunya Nationalpark, der ist in Sambia, sogar vier Nashörner gesehen.

Das traurige bei diesem seltenen Anblick ist, dass jedes Nashorn einen eigenen Guard mit Maschinengewehren hat. Diese Männer verfolgen die Tiere überall hin und bewachen sie Tag und Nacht. Die Angst vor Wilderern, die nur der Potenz wegen den Tieren ihr Horn abschneiden, ist leider berechtigt.

Die letzte Woche hat Brigitte meinen normalen Alltag miterlebt.

Z.B. im Kinderheim. Hier haben die Köchinnen gerade die lange gewünschte Arbeitstracht geschenkt bekommen. Auch der Hausmeister hat eine Uniform bekommen. Ich verstehe auch nicht, warum die Tracht so unglaublich hohen Stellenwert hat. Die zwei Frauen kochen auf dem Boden und tragen jedes Tröpfchen Wasser in Eimern in die sogenannte Küche. Aber ihr Wunsch, den sie sogar schriftlich verfasst haben war, wenn ich wieder Spenden übrig habe, wollen sie eine Arbeitstracht.

In Deutschland haben wir den 80. Geburtstag meines Vaters gefeiert. Das war ein schöner Anlass, wieder mal zurück zu fliegen.

In der Zwischenzeit hat Sambia den Afrikacup im Fußball gewonnen und damit die Qualifikation für den Worldcup. Alle sind ganz aus dem Häuschen. Fußball wird, wie in Deutschland, sehr wichtig genommen.

Bis bald

Was noch so los war

Freitag, 13. Januar 2017

Keegan, unser Nachtwächter, hatte seine Abschlußfeier für das Lehramtsstudium. Da seine Frau und seine Familie in einem anderen Teil von Sambia lebt, waren Leo und ich seine einzigen Gäste bei dieser Feier. Da er zu Leo sowieso Papa, und zu mir Mama sagt, war es fast familiär. Wir waren zwar die einzigen Weißen unter 500 Schwarzen, aber wir denken, Keegan war stolz.

Bei Leos Arbeit, gibt es langsame Fortschritte. Das größte Problem ist für Sambier, von jemandem Geld oder in seinem Fall Steuern zu verlangen, wenn das Gegenüber behauptet es habe kein Geld. Es gibt für das ganze Land, Sambia hat ca. 14 Mio. Einwohner, aber nur 6 Vollzieher. Niemand will diesen Job machen, denn da muss man ja „böse“ sein und Geld kassieren. Letztens bei einer Besprechung machte jemand die Leute vom Finanzamt darauf aufmerksam, dass es Steuerzahler mit mehr als einem Konto gibt. Darauf kam ein Kommentar: „Das ist ja gemein“. Tja, das ist für die meisten kaum vorstellbar. Nur wenige besitzen überhaupt ein Bankkonto. Auch unsere Angestellten wollen ihr Gehalt in bar. Keiner von ihnen hat ein Konto. Warum auch. Es muss sowieso alles bar bezahlt werden.

Am Montag fängt ein neues Schuljahr an. Also haben wir wieder das Problem der Schulkosten. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Spendern, die das letzte Jahr immer wieder gespendet haben, herzlich bedanken. Sogar Freunde meiner Kinder sind darunter. Vielen Dank, Peter Paulini! Ich bin sicher, die jungen Leute können ihr Geld selber gut brauchen und trotzdem gibt er etwas ab. Das macht doch Freude an der heutigen Jugend. Ich habe damit Schulhefte für die Heimkinder gekauft. Von den erneuten Spenden der Schneemeiers, möchte ich unbedingt ein oder zwei Regale kaufen. Jeden Morgen wird in Kartons gewühlt und ein Teil zum Anziehen herausgefischt. Dinge wie Papier, das ich besorgt habe oder die Stifte, werden unter den Matratzen gelagert. Ich arbeite an ein wenig Gemütlichkeit. Vieles ist jetzt schon sehr viel besser.

Bis bald.

Video-Abend im Kinderheim und Sansibar

Montag 9. Januar 2017

Kurz vor Weihnachten gestaltete ich eine kleine Weihnachtsfeier im Heim „Living Hope“. Für jeden Buben kaufte ich ein kleines Geschenk. Das war sicher das erste Mal, dass jeder persönlich ein Packerl zum Auspacken bekam.
Außerdem machte ich riesen Portionen Popkorn und kaufte für alle Fanta. Dann schauten wir zusammen einen Zeichentrickflim. Dazu brachte der Pfarrer einen Beamer und Leo seinen Computer. Es funktionierte besser als gedacht. Der Strom fiel nicht aus und der Beamer tat gute Arbeit. Es herrschte eine angenehm fröhliche Stimmung.

Dann war es endlich soweit und der 22.12. war da. Der Tag unserer Abreise in den Weihnachtsurlaub. Natürlich ging nicht alles glatt. Erst kam das Flugzeug, das uns von Lusaka nach Nairobi bringen sollte, nicht. Nach zwei Stunden Wartezeit lief eine Frau durch die kleine Abflughalle und erzählte jedem persönlich, dass der Flieger kaputt ist. Der nächste kommt morgen früh. Also schliefen wir diese Nacht auf dem Flughafen, auf dem ab 24 Uhr alles dicht ist. Nicht mal ein Wasser kann man dann kaufen.

So gegen sechs Uhr starteten wir mit Zwischenlandung in Malawi nach Nairobi. Da unser Anschlussflug nach Sansibar natürlich längst weg war, mussten wir weitere 9 Stunden auf den nächsten freien Platz warten. Mittlerweile war Weihnachten und Hauptsaison für Sansibar. Kenia Airways hat uns auch in Nairobi ohne Essens- oder Getränkegutschein stehen lassen. Na ja, wir sind dann doch noch sicher angekommen.
Jetzt hieß es auf die Kinder warten. Sie sind von München am 23. 12. nach der Arbeit gestartet und sollten am 24. mittags bei uns sein. Auch sie verpassten den letzten Flug von Daressalam nach Sansibar. Sie brauchten ein Visum für Tansania und das dauerte so lange wegen der Menschenschlange, dass ihr Flug weg war. Jetzt standen sie am 24. Dezember in Daressalam. Eine halbe Flugstunde von uns entfernt und nichts ging mehr. Wir – mittlerweile in Sansibar – saßen auf Kohlen, ob und wie sie noch ankommen oder nicht. Das Weihnachtsmenü wartet und wir hatten plötzlich keinen Kontakt mehr mit ihnen. Um 8 Uhr abends, kam eine Dame an unseren Tisch und meinte, die Kinder seien jetzt da. Kaum zu glauben aber wahr. Welche Freude! Meine Mädels haben doch glatt einfach einen Flug mit einer kleinen Privatmaschine gebucht, bar bezahlt und von den 12 Plätzen noch ihre zwei bekommen. Der Copilot musste zwar aussteigen und seinen Sitzplatz freigeben, aber am Heiligen Abend liegt ein besonderer Schutz auf allen und so feierten wir Weihnachten zu viert.

Dann genossen wir noch zwei Wochen an einem Traum-Strand.

Bis bald.

Maxi, das neue Familienmitglied

Sonntag, 4. Dezember 2016

Neulich stand Leonie, das ist eine Kollegin von Leo, bei uns im Hof. Dabei hatte sie eine kleine, rotgelbe Katze. Sie erzählte, dass sie das arme Tier in einer Kühlerhaube jämmerlich maunzend gefunden hat.

Sie sei auch schon beim Tierarzt gewesen, hat die ersten Impfungen bezahlt und sie hätte Futter und Katzenstreu für die ersten Tage dabei. Da sie einen kleinen Hund zu Hause hat, den sie übrigens auch gefunden hat, könne sie unmöglich die 6 Wochen alte Katze bei sich zu Hause aufnehmen. Drei mal dürft ihr raten, …. richtig. Wir haben nun einen kleinen Babykater.

Die Argumente, dass jedes Haus in Afrika eine Katze braucht, um Mäuse, Ratten und vor allen Dingen Schlangen zu erlegen, haben wir vorher schon öfter gehört. Nun ja. Jetzt muss ich nur noch überlegen wie ich dem Baby das Jagen beibringe.

Bis bald

Andis Friseurladen

Sonntag, 4. Dezember 2016

Andis Friseurladen in Sendling hat 2oo Euro gesammelt. Andi, der Besitzer ist mein Friseur umd ein großer Afrika-Fan. Danke für die geniale Idee im Laden zu sammeln. Ich bin immer noch im Kinderheim „Living Hope“ aktiv. Jeden Donnerstag bin ich dort und bastle, spiele, lese oder gestalte das Haus. Ich habe den Eindruck, dass die Buben dort zwar zu essen und ein Bett haben, aber sonst ist nie jemand anwesend. Egal wann und zu welcher Zeit ich komme. Ich hoffe ich irre mich da. Jedenfalls habe ich absolut freie Hand, was ich wann mit den Jungs mache.
Da es keine gemütliche Ecke in dem Haus gibt, habe ich aus Spendengeldern einen Spielteppich und Autos gekauft.

Wir haben nach der Küche auch den Eingang gestrichen.

Oder üben lesen, schreiben und den Umgang mit einer Schere oder einem Messer.

Auf meine Frage, was ich als erstes mit den neuen Spenden besorgen soll, kam von allen Buben wie aus einem Mund: Schuhe! Schuhe zum Fußballspielen. Daran hab ich natürlich nicht gedacht, als ich die Fußbälle gebracht habe. In Flipflops kann man auf dem steinigen Sportplatz natürlich schlecht Fußballspielen. Jetzt haben alle ein paar Turnschuhe.

Das war gar nicht so einfach mit den Größen. Ich hab das so gelöst, dass jeder Bub in meinen Schuh schlüpfte und dann haben wir die Größe geschätzt. Bis auf ein Paar in Größe 37 hab ich super geschätzt. Einer der Buben hatte sogar Socken an. Schade dass ich die nicht fotografiert habe. Bis auf den kleinen Zeh, hingen alle Zehen in einem riesigen Loch. Jedenfalls wird das „Andi Geld“ in das Heim fließen. Es gibt dort unheimlich viel zu tun. Ich habe schon für jeden der mittlerweile 12 Buben ein Weihnachtspackerl gepackt. Darin sind für jeden eine Unterhose, ein paar Socken, ein Bleistift, Lineale und eine Zahnbürste. Nachdem sie ganz gierig auf Hygiene Artikel sind, werde ich noch für alle Seifen und den Super-Luxus von Deodorant zusammenstellen.

Bis bald.

Die Regenzeit

Sonntag, 4. Dezember 2016

Die Regenzeit hat begonnen. Die ersten starken Regenfälle waren eine wahre Erlösung. Die Luft ist wieder staubfreier und es hat ein paar Grad abgekühlt.

Die Natur sprießt, die Mangos reifen und die Einheimischen hatten ihren heißbegehrten Eiweißsnak, der nur ein mal im Jahr zu haben ist. Nach dem ersten Regen, kommen aus allen Löchern die Termiten geflogen. Sie verlieren ihre Flügel und sterben. An diesem Tag, sind alle Kinder und auch viele Erwachsene auf der Suche nach diesen Tieren. In der Pfanne geröstet, sind sie eine Delikatesse.

Hier suchen Männer den Parkplatz nach Termiten ab.

Bis bald

Musiker halten zusammen

Sonntag, 4. Dezember 2016

Auf meinen Hilferuf in Bezug auf die gestohlenen Trompeten haben wir unglaublich liebe Reaktionen bekommen. Es ist schön zu sehen, dass Musiker auf der ganzen Welt eine Sprache sprechen. Danke an alle hilfsbereiten Angebote. Eine Trompete ist sogar schon in Lusaka angekommen. Auch die deutsche Commmunity in Lusaka, von denen immer irgendjemand gerade in Deutschland ist, hat sich als hilfsbereit erwiesen und verzichtet zu Gunsten der Musik auf ein Handgepäck. So ist die erste Trompete schon angekommen. Die zweite Trompete, die Anton Betzl spendiert hat, wird hoffentlich bald da sein. Wenn das nicht klappt, denn diesmal ist der Transporteur eine Frau und die haben natürlich immer mehr Handtaschen dabei, dann bringen unsere Mädels das Instrument nach Sansibar und wir bringen es von dort nach Lusaka. Also kurz gesagt, die Musik läuft weiter. Danke an alle Spender und auch an die, die finanziell unterstützen wollten.

Bis bald

An alle Musiker in München

Wie ihr mittlerweile wisst, hat Leo eine Brassgruppe in Lusaka.
Mulemwa, dem zweiten Trompeter und seinem Musikkollegen wurden direkt vor der Kirche die Trompeten gestohlen. Sie hatten die Instrumente in einem Auto von einem Freund. Das Auto wurde aufgebrochen und beide Instrumente und das Autoradio entwendet. Das ist nicht nur scheisse!, das ist eine kleine Katastrophe. Hier neue oder auch gebrauchte Instrumente zu finden, ist mit sehr viel Glück verbunden. Ich würde sagen unmöglich. Dazu kommt, dass beide jungen Männer nicht mehr als 100 Euro aufbringen können. Das ist schon nur mit Schulden bei allen Gönnern möglich.
Da Mulemwas Trompete in einem von uns mitgebrachten Trompetenkoffer ist, der natürlich einmalig in Sambia ist, hoffen alle auf dem Schwarzmarkt dieses Instrument zu finden. Wir jedoch glauben, dass auch die Diebe hier wissen, dass die Musikgemeinschaft in Lusaka klein ist. Somit kennt jeder jeden und auch deren Instrumente. Wenn der Dieb bissal Hirn hat, bringt er die Trompeten aus der Stadt. Also. Wir fragen in die Musikergruppen, wer eine Trompete im Keller hat oder weiß, ob irgendwo eine verstaubt? Bitte meldet euch! Wir werden unsere Kinder bitten, das oder die Instrumente an Weihnachten mitzubringen.
In der Hoffnung, dass die Musikgruppe nicht schon wieder gestorben ist,
bis bald

Die Lusaka Brass Group

Freitag 29.10.2016

Leo und seine Blechbläser sind ganz schön fleissig. Jeden Dienstag ist bei uns im Esszimmer Bläserprobe. Die Sambier werden von Woche zu Woche besser. Kaum zu glauben, dass keiner von ihnen je eine Stunde Unterricht bei einem Lehrer hatte. Sie haben alle das Instrument genommen, welches gerade zu haben war und dann via Internet gelernt, dieses zu bedienen. Hut ab für so viel Engagement. Wenn man bedenkt, welche Möglichkeiten unsere deutschen Kinder haben und was sie daraus machen….

In Lusaka fand das „Lusaka International Music Festival“ statt. Lusaka Brass Group, kurz LBG, durfte das große Event mit ein paar Stücken eröffnen.

Am 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit, wurde unser neuer Botschafter eingeführt. Wir waren unter den 300 geladenen Gästen in der deutschen Botschaft. LBG hat die Ehre gehabt, die Deutsche und die Sambische Hymne zu spielen.

Seit acht Monaten regnet es hier keinen einzigen Tropfen. Aber wenn die Deutschen feiern, regnet es sogar in Afrika. Alle waren froh, die Blechbläser bestellt zu haben, denn keine anderen Instrumente hätten sich in den Regen gestellt. Kaum waren die Reden und die Hymnen vorbei, schien wieder die Sonne und wir haben bis spät Abends gefeiert.

Bis bald

Living Hope ein neues Projekt

Donnerstag 27.10.16

Durch DISA habe ich von einem Projekt erfahren, das bei mir um die Ecke ist. Es ist eine Schule mit ca. 150 Kindern und ein Kinderheim für 15 Buben. Ich war dort, um mich zu informieren, was ich ausser Zeit für die Kinder einbringen kann.

Mir fielen sofort die ungemütlichen Matratzen auf. Deshalb hab ich aus Deutschland Bettlaken mitgebracht. Danke an meine Schwester, Fam. Marx und viele andere Spender.

In diesem Heim sind viele Straßenjungs. Teilweise werden diese Kinder gefunden, wahrscheinlich geflüchtet von Kinderhändlern. Der Leiter des Heims meinte, sie kommen zum Teil aus anderen Ländern. Einige sprechen französisch oder nur ihre Lokale Stammessprache. Keiner hat Papiere. Niemand kennt sein Alter. Das macht das Zusammenleben nicht einfacher.

Ich bemerkte, dass zur Essenszeit jeder seinen Teller nimmt und damit in die Schlafzimmer verschwindet. Auf meine Frage warum sie das tun, kam heraus, dass es keinen Tisch zum gemeinsamen Essen gibt. Außerdem ist in dem Raum, der groß genug für einen Aufenthaltsraum wäre, keine Türe. Das bedeutet, dass die 150 Schulkinder alle am Esszimmer der Heimkinder vorbeilaufen und deshalb dort keiner sitzen mag, um sich beim Essen neidische Blicke abholen zu müssen.
Da ich mit 250 Euro aus Spenden von Fam. Schöbel, Fam. Schneemeier, Fam. Weidlich und Fam. Wiesner aus Deutschland zurück kam, habe ich gleich mal einen Vorhang mit Vorhangstange gekauft. Mit unserer Bohrmaschine war er fix aufgehängt.

Jetzt gibt es ein wenig Privatsphäre.

Dann habe ich noch Geld übrig gehabt, um ihnen den Wunsch zu erfüllen, gemeinsam Essen zu können. Dazu fuhr Michael, einer der größeren Buben, und eine Frau vom Heimkomitee mit mir zu meinem Schreiner. Ich habe sie mitgenommen, da ein Weißer meist das doppelte bezahlt.

Nach kurzem verhandeln, bestellte ich drei Tische. Schon am nächsten Tag wurden sie geliefert. 50 Euro pro Tisch. Jetzt fehlen nur noch Stühle. Ich fand ein Angebot von Plastikstühlen, von denen ich gleich 5 Stück gekauft habe.
Einer für ca. 6 Euro. Ein Holzstuhl würde bei einer größeren Bestellung 20 Euro kosten. Das wird als nächstes anstehen. Jetzt haben sie schon mal fünf Plastikstühle und eine lange Tafel zum gemeinsam Sitzen.

Ausserdem besorgte ich einen großen Eimer weißer Farbe und dazu die Pinsel.
Es gibt so viele Wände, die mehr als abgenutzt sind. Geschweige denn für die Heimkinder Gemütlichkeit ausstrahlen.

Alle Jungs waren zum verabredeten Termin da und voller Tatendrang. Als erstes wurde die Küche geweisselt.

Mit dem restlichen Geld habe ich Bälle, Frisbee, Stifte, Papier und Bastelmaterial gekauft.
Hier sind wir beim gemeinsamen Basteln auf den neuen Tischen. Danke an Regina für die Englisch-Unterrichtsbücher.

Bis bald